Kontoeröffnung

Die Einrichtung und die Kontoführung eines Tagesgeldkontos sind in der Regel gebührenfrei. Das Konto kann sowohl bei Filialbanken, als auch bei Direktbanken eröffnet werden, wobei Online-Banken meist die besseren Konditionen bieten. Bei Großbanken ist jedoch eine gewisse Vorsicht geboten, wenn diese mit sehr hohen Zinssätzen werben. Häufig handelt es sich hier um Lockvogelangebote, um in kurzer Zeit möglichst viele Kunden zum Wechsel zu bewegen. Oftmals sinken die Zinsen dann nach einem halben Jahr wieder deutlich. Wer allerdings flexibel ist, kann mit gezielten Bankwechseln auf diese Weise gute Renditen erzielen.

TIPP: Lassen Sie sich nicht von hohen Zinssätzen blenden! Manche Banken bieten gute Konditionen nur an, wenn in Kombination weitere Leistungen der Bank (Eröffnung eines Depotkontos, Kauf von Pfandbriefen, usw.) in Anspruch genommen werden. Lesen Sie daher die Bankbedingungen genau!

Für die Eröffnung eines Kontos wird lediglich ein gültiger Personalausweis benötigt, damit die Identität des Kontoinhabers eindeutig festgestellt werden kann. Für die Kontoeröffnung bei einer Online-Bank geschieht dies über das Post-ID-Verfahren. Dieser Weg ist denkbar einfach. Auf einer beliebigen Postfiliale hinterlegt der Kunde seine Identifikationsunterlagen, welche dann von dort aus an die jeweilige Bank weitergeleitet werden.
Das Konto wird, egal ob bei einer Filial- oder Direktbank, als Anlagekonto geführt. Das heißt, für Überweisungen muss ein Referenzkonto (z.B. Girokonto) vorhanden sein. Zudem können auch keine Abbuchungsaufträge über das Tagesgeldkonto durchgeführt werden.

Einige Banken verlangen für die Eröffnung des Tagesgeldkontos keinen Mindesteinlagebetrag. Das heißt, das Guthaben wird bereits ab dem ersten Euro verzinst. Jedoch gilt für das Tagesgeldkonto wie auch für andere Geldanlageprodukte: Je höher der Anlagebetrag, desto höher der Zinssatz.
Bei Tagesgeldkonten ist der Anleger jedoch von den Schwankungen des Referenzzinses, dem Euribor, sehr stark betroffen. Steigen die Marktzinsen, dann steigen auch die Zinssätze für das Tagesgeldkonto. Fallen sie hingegen, so wirkt sich dies ebenfalls sofort auf das Tagesgeldkonto aus. Es besteht also ein gewisses Zinsrisiko, dass den Ertrag der Anlage beeinflusst. Aus diesem Grund offerieren manche Kreditinstitute für bestimmte Zeiträume eine Zinsgarantie.
Die Art der Zinsgutschriften kann von Anbieter zu Anbieter variieren. Die Ausschüttungen können täglich, monatlich, vierteljährlich oder jährlich erfolgen. Wer sein Geld nur wenige Wochen anlegen will, wählt daher eine monatliche Auszahlungsform.
Die Erträge des Tagesgeldkontos werden mit 30 Prozent Zinsabschlagssteuer belastet. Jedoch können bei der jeweiligen Bank Freistellungsanträge gestellt werden. Der Sparerfreibetrag liegt derzeit für Alleinstehende bei 1.370 Euro, für Ehepaare bei 2.740 Euro. Ab 2007 verringert sich dieser Betrag auf 750 bzw. 1500 Euro. Der Freistellungsauftrag kann zusätzlich zum Sparerfreibetrag um die Werbungskostenpauschale von 51 Euro bzw. 102 Euro (für Ehepaare) aufgestockt werden.


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