Versicherungssumme und KostenDeckungssumme:Wenn die Wohngebäudeversicherung gewährleisten soll, dass bei einer Gebäudebeschädigung die Reparaturkosten in voller Höhe übernommen werden bzw. im Totalschadenfall das Gebäude wieder im ursprünglichen Zustand aufgebaut werden kann, muss als Voraussetzung die Versicherungssumme dem aktuellen Wert des Hauses entsprechen.
Doch auf welche Art berechnet man die Versicherungssumme möglichst genau, so dass eine Unter- bzw. Überversicherung vermieden werden kann?
Im Regelfall wird zur Bemessung der Deckungssumme das
gleitende Neuwertverfahren benutzt. Dabei wird der Wert des Hauses (nach Bauart, Größe und Ausstattung) anhand einer Tabelle auf das Jahr 1914 zurückgerechnet und anschließend mit einem von Jahr zu Jahr unterschiedlichen Faktor, dem
Baukostenindex (2006 = 10,52), multipliziert.
Bei dieser Methode übernimmt der Versicherer, vorausgesetzt der Kunde hat korrekte Angaben gemacht, die Summenermittlung auf eigene Gefahr. In Form des sog.
Unterversicherungsverzichts verpflichtet sich der Versicherer, dass bei ersatzpflichtigen Schäden die Kosten für die Schadenregulierung in vollem Umfang übernommen werden.
Als weitere Methode zur Ermittlung der Versicherungssumme kann man auch ein
Gutachten durch einen vom Versicherer anerkannten
Bausachverständigen erstellen lassen. Diese Variante ist aber in der Regel sehr teuer.
Liegen die kompletten Unterlagen über die Baukosten des Gebäudes vor, kann die Deckungssumme auch anhand des
Neubauwerts errechnet werden.
HINWEIS: Sie sind verpflichtet, Ihrer Versicherung jeden An- oder Umbau am versicherten Objekt zu melden. Auf diese Weise kann das Versicherungsunternehmen die Deckungssumme neu anpassen.Versicherungskosten:Neben der Deckungssumme errechnen sich die Beitragszahlungen anhand folgender Größen:
- versicherte Gefahren: Welche Risiken sind versichert, welche Deckungserweiterungen wurden vereinbart?
- Bauweise: Hier wird anhand der Art des Gebäudes das Brandrisiko errechnet.
- Nutzungsart: Dabei kommt es darauf an, ob das Objekt gewerblich oder zu reinen Wohnzwecken genutzt wird. Die gewerbliche Nutzung ist meist teurer.
- geographische Lage: Es existieren unterschiedliche Tarifzonen, je nach der Wahrscheinlichkeit der Häufigkeit von Elementarschäden. Auch das Risiko eines Leitungswasserschadens spielt hier eine Rolle.
TIPP: Vereinbaren Sie eine Selbstbeteiligung im Schadenfall. Auf diese Weise können Sie Ihre Beitragszahlungen erheblich senken.
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